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Schwimmen lernen

Bildquelle: www.babyschwimmen-dresden.de!]
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Quelle: DLRG e.V

Ob im Urlaub oder zu Hause, im Freien oder Drinnen - Schwimmen gehen ist angesagt. Für den, der schwimmen kann, ein Riesenspaß. Doch seit Jahrzehnten ist der Juli der Monat, in dem die meisten Menschen in Deutschland ertrinken.

Laut DLRG Statistik ertranken 2002 fast 600 Menschen, davon allein in den Sommermonaten des vergangenen Jahres 297 Menschen. Ertrinken ist nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. Darum ist Schwimmen lernen wichtig - und zwar so früh wie möglich. Schwimmen ist nicht nur überlebenswichtig, sondern auch gesund und es fördert zudem die kindliche Entwicklung. Es unterstützt die Unabhängigkeit und stärkt die Selbständigkeit und das Selbstbewusstsein.

In welchem Alter sollte man schwimmen lernen?
Ab der zwölften Lebenswoche können Sie Ihr Kind im Rahmen eines Babyschwimmkurses bereits an den Aufenthalt im Wasser gewöhnen, eine gute Voraussetzung für das spätere Schwimmen lernen.
Es sollte möglichst frühzeitig mit dem Schwimmen lernen begonnen werden.

Schon ab fünf Jahren ist ein Kind fähig, den relativ einfachen Bewegungsablauf des Kraulens, noch ohne regelmäßige Atmung, zu erlernen, und ca. ein Jahr später haben Kinder meist das nötige Koordi-nationsvermögen, Arm- und Beinbewegungen des Brustschwimmens richtig zu erlernen.

Man ist nie zu alt, um schwimmen zu lernen. Auch für Erwachsene werden Kurse angeboten: vor allem Vereine, wie z.B. die DLRG, öffentliche Schwimmbäder und Privatschulen bieten Kurse für junge und alte Erwachsene, für Männer und Frauen an. Auch Spezialveranstaltungen für z.B. muslimische Frauen finden statt.

Wo lernt man Schwimmen?

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihr Kind in der Schule schwimmen lernt. Schulen können ihr Schulschwimmen meist erst ab der dritten Klasse anbieten. Ein Lehrer, der allein mit einer Klasse von 25 oder mehr Kindern im Schwimmbad ist, kann sich kaum intensiv um die Nichtschwimmer kümmern.

Darum ist es sinnvoll, dass Ihr Kind schon vor dem Schulunterricht ein bisschen schwimmen kann.
Die Ausbildung im Schwimmen sollte speziell geschulten Ausbildern vorbehalten bleiben. Wer seinem Kind selbst das Schwimmen beibringen möchte, braucht spezielles methodisches Wissen und Können, großes Einfühlungsvermögen und viel Geduld.

Schwimmen lernen ist ein Prozess, der auf gegenseitigem Vertrauen und Loslassen aufbaut - ein Meilenstein in der Entwicklung eines Kindes. Schwimmlehrer raten, die ersten Schwimmversuche im flachen Wasser und möglichst ohne Schwimmflügel zu machen, weil diese die Kinder zwar über Wasser halten, ihnen aber nicht ermöglichen, richtige Schwimmbewegungen zu machen.

Ebenfalls besteht die Möglichkeit, gemeinsam einen Schwimmkurs zu besuchen. Diese sind unterschiedlich organisiert und unterschiedlich teuer. Für ältere Kinder ab ca. fünf Jahren bieten die Schwimmvereine, die Schwimmmeister der Frei- und Hallenbäder und die DLRG sowie Privatschulen Unterricht an. Informieren Sie sich genau über Preise, Dauer des Kurses und Unterrichtsmethoden, bevor Sie sich entscheiden.

Und bedenken Sie: Niemand lernt allein im Schwimmkurs schwimmen. Wichtig ist, dass Sie regelmäßig mit Ihrem Kind schwimmen gehen, denn Übung macht den Meister. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn der teure Schwimmkurs nicht das erhoffte Ergebnis gebracht hat. Bewahren Sie Ruhe, loben und ermutigen Sie viel.

Da Kinder dazu neigen, sich zu überschätzen, behalten Sie Ihren Sprössling weiterhin im Auge, auch, wenn er sein erstes Schwimmabzeichen bereits erhalten hat.

Die Vorbereitung auf die Schwimmabzeichenprüfungen:

Die Anfänger bekommen das Seepferdchen. Dazu müssen sie eine Bahn schwimmen, vom Rand ins tiefe Wasser springen und aus brusthohem Wasser zwei Tauchringe an die Oberfläche holen können. Seepferdchenkinder können sich eine Weile über Wasser halten, aber wirklich schwimmen können sie damit noch nicht. Hilfe und Überwachung sind nach wie vor unbedingt nötig.

Die Schwimmabzeichen:

  • Bronze entspricht dem früheren Freischwimmer. In 15 Minuten müssen die Kinder 200 Meter schwimmen, einen Tauchring aus zwei Metern Tiefe heraufholen und vom Ein-Meter-Brett springen können. Dazu kommen die Kenntnisse der Baderegeln.
  • Silber bekommt man für das Schwimmen von 400 Metern in 25 Minuten (davon 100 Meter Rückenschwimmen), 10 Meter Streckentauchen, zweimaliges Tieftauchen und den Sprung aus drei Metern Höhe. Hier müssen neben den Baderegeln die wichtigsten Regeln der Selbstrettung beherrscht werden.
  • Gold gibt es für 600 Meter Schwimmen in 24 Minuten, 50 Meter Brustschwimmen in 70 Sekunden, Rücken- und Kraulschwimmen, Tief- und Streckentauchen, Abschleppen eines Gleichaltrigen über 50 Meter und einen Sprung vom Drei-Meter-Brett. Zu den Baderegeln und der Selbstrettung kommen hier noch Regeln der Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen.

Sicherheit:

Die beste Möglichkeit der Sicherheit für Kinder ist der möglichst natürliche Umgang mit dem Wasser. Eltern sollten hier ihren Kindern viel Zeit unter ihrer Aufsicht widmen. Das kann bereits zu Hause in der Badewanne erfolgen, sich über das Planschbecken bis hin zum Nichtschwimmerbecken im Freibad fortsetzen.

Als Hilfsmittel für die Wassergewöhnung sind Schwimmflügel, Schwimmsitze und Schwimmringe völlig ungeeignet, da sie den direkten Kontakt mit dem Wasser verhindern und zudem eine trügerische Sicherheit vermitteln. Auch als Lernhilfe für das Schwimmen sind sie nicht zu gebrauchen, da Kleinkinder im Alter bis zu vier Jahren motorisch noch nicht in der Lage sind, das Schwimmen zu lernen.

Schlimmer noch: Selbst im flachen Wasser fehlt Kindern dieser Altersgruppe oft die Fähigkeit, sich nach einem Umkippen allein wieder aufzurichten und sich so selbst zu retten. Auch angeblich sichere Sitze, aus denen die Kinder sich nach Herstellerangaben selbst befreien können, sind daher potenzielle Todesfallen.

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