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Immer mehr Nichtschwimmer

Schwimmkurse schaffen Abhilfe und können Leben retten

Von PZ-Mitarbeiterin Maria-Luise Hehner

29.08.06 - 29.08.06

Schwimmkurse schaffen Abhilfe und können Leben retten
Von PZ-Mitarbeiterin Maria-Luise Hehner


Sommer, Sonne, Ferien - klingt gut. Gerade bei anhaltenden Hitzeperioden suchen viele Abkühlung in den erfrischenden Fluten eines Freibades oder in sonstigen Gewässern. Dabei bringen sich viele Badegäste in purer Selbstüberschätzung mit wagemutigem Leichtsinn in Lebensgefahr, denn viele können überhaupt nicht schwimmen. Doch ein Schwimmkurs kann hier Abhilfe schaffen, ja geradezu Leben retten und schließlich auch zu neuer Lebensqualität verhelfen.

Bei lang anhaltender Sommerhitze vermelden die Medien quer durch die Republik vermehrt Badeunfälle mit oftmals tragischem Ausgang. Bei vielen Opfern handelt es sich jedoch um Nichtschwimmer, die sich außerhalb von bewachten Frei- oder Strandbädern in unbeaufsichtigte Gewässer mit unbekannter Tiefe oder starker Strömung etwa in idyllische Naherholungsgebiete wagten. Auch möchten sich gerade jugendliche Badegäste im Beisein von Freunden ungern als Nichtschwimmer outen, gehen dabei nicht selten über ihre Grenzen und springen, sehr zum Missfallen der Bademeister, gar vom Turm der Freibadanlage. "Manche Schwimmer nehmen auch ihre kleinen Kinder mit ins Tiefbecken", weiß die Plub-Fachangestellte Marina Burkhart aus ihrer täglichen Arbeit am Beckenrand. Den fälligen aufklärenden Worten folgen nicht selten nachdrückliche Ermahnungen.

Dazu kommt, dass nach den Beobachtungen der Bademeisterin ein nicht unwesentlicher Teil der erwachsenen Badegäste nicht schwimmen kann. Nicht immer ganz einfach ist es daher für das Aufsichtspersonal, alle Besucher im Auge zu behalten, zumal sich das Plub-Freibad an den heißen Julitagen in der Spitze auf bis zu 1500 Besucher freuen konnte. Unterstützt wurde das Plub-Personal dabei gerade an Wochenenden mit Hochbetrieb durch die Helfer der DLRG.

"Wasser hat keine Balken". Diese Erkenntnis setzt bei vielen Menschen Urängste frei, beschert ihnen regelrecht Panikattacken und hält so manchen vom Lernen des Schwimmens ab. So erging es auch der heute 50-jährigen Gabriele Röckel, die seit frühester Kindheit panische Angst vor dem Wasser hatte, ohne den eigentlichen Grund dafür zu kennen. Vom Schwimmunterricht ihrer Schule wurde sie auch aus diesem Grund freigestellt. "Ich bekam schon in der Badewanne ein beklemmendes Gefühl", beschreibt sie ihre Abneigung gegen auch nur die geringste Wasseransammlung. Doch sie hatte sich vorgenommen, bis zu ihrem 50. Geburtstag das Schwimmen zu erlernen und ging dann im Jahr 2004 motiviert zur Sache. Heute kann sie nur sagen, dass ihr der Schwimmkurs im Plub sehr geholfen hat, sie jetzt mit dem ehemals verpönten Element Wasser viel besser umgehen kann und ihr durch das richtige Erlernen der Schwimmtechnik durch die Fachkräfte vor Ort ein sicheres Gefühl vermittelt werden konnte. "Ich kann es nur jedem empfehlen, es war super", spricht sie begeistert von ihrem persönlichen Erfolg durch den Schwimmkurs.

Gleich drei Anfängerkurse für Kinder ab sechs Jahre bietet das Plub ab 18. September nachmittags zu verschiedenen Uhrzeiten an. Dabei erlernen die Kinder in kleinen Gruppen von maximal acht Teilnehmern in zwölf Unterrichtseinheiten spielerisch das Schwimmen. Auch für Erwachsene ist es laut der lizenzierten Ausbilderin nie zu spät, das Versäumte nachzuholen. Ein Anfängerkurs für diesen Personenkreis beginnt am 19. September.

Getreu dem Motto "besser spät als nie" haben auch schon Personen über 70 Jahre Schwimmkurse belegt, in erster Linie vor dem Hintergrund des gesundheitlichen Aspektes der Schwimmbewegungen. Sobald die richtige Koordination von Arm- und Beinbewegungen in Verbindung mit der richtigen Atemtechnik erlernt und die Tiefenangst überwunden ist, schafft dies eine neu gewonnene Lebensqualität und vermittelt einen beträchtlichen Gewinn an Selbstbewusstsein für Menschen aller Altersklassen, davon ist die Plub-Mitarbeiterin überzeugt. Bereits im Alter von drei Monaten sollte daher der Nachwuchs etwa beim Babyschwimmen oder am Planschbecken schon an das Wasser gewöhnt werden. Hierzu rät das Fachpersonal, auf jeden Fall passende Oberarm-Schwimmhilfen anzubringen. Auf Luftmatratzen oder aufblasbaren Schwimmtieren sollten sich dagegen nur sichere Schwimmer bewegen.

Auch der sportliche Leiter des 1. Schwimmverein "Blau-Weiß" Heiner Held berichtet von seinen Beobachtungen, dass sich ein großer Teil der Schwimmbadbesucher "unsicher" verhält. Für ihn ist eine Tendenz, dass immer weniger Kinder und Jugendliche das Schwimmen erlernen, nicht zu verkennen und er sieht die Gründe in dem vielschichtigen sonstigen Freizeitangebot für Kinder und Erziehungsberechtigte. Ganz besonders eignen sich aber nach seiner langjährigen Erfahrung gerade Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren für einen ersten Schwimmkurs, da diese in diesem Alter noch bewegungsoffen und frei von Ängsten sind. Die über den Verein angebotenen Kurse für die Kleinen ab vier Jahre unter Leitung der beiden lizenzierten Übungsleiterinnen findet in den Lehrschwimmbädern des Nardinihauses und der Kirchbergschule statt. Kurse für Kinder ab sieben Jahre finden dann im Plub statt. Dabei ist es nach seinen Ausführungen wichtig, dass die Übungsstunden regelmäßig besucht werden, da sonst immer wieder bei "Null" begonnen werden muss. Hier appelliert er besonders an die Disziplin der Erziehungsberechtigten. "Der Kurs geht los, sobald genügend Anmeldungen vorliegen und dauert solange, bis alle Teilnehmer schwimmen können", versichert Held.

Wer also das Schwimmen erlernen möchte, kann sich über die entsprechenden Kursangebote beim Schwimmverein "Blau-Weiß" Telefon 06331/79988 oder im Plub Telefon 06331/72500 erkundigen.

Pirmasenser Zeitung vom 15.08.06 - Rubrik Pirmasens

 

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