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Mit Mama auf Augenhöhe

Baby-Schwimmen: SG Weiterstadt bietet verschiedene Kurse an - Gesamtentwicklung der Kinder wird gefördert

20.09.06 - 20.09.06

WEITERSTADT. Eigentlich schläft Milena vormittags. Doch seit zwei Wochen tauscht die neun Monate alte Weiterstädterin donnerstags den Schlafanzug gegen die Badehose ein: Sie besucht mit ihrer Mutter den Anfängerkurs Baby-Schwimmen der Sportgemeinschaft Weiterstadt (SGW) im Weiterstädter Hallenbad.
"Durch den Wasserdruck werden die Babys motiviert, sich zu bewegen. Das fördert nicht nur die Motorik, sondern die Gesamtentwicklung", erklärt Kursleiterin Andrea Laßhof. Donnerstags von 9.30 bis 10.30 Uhr leitet die achtunddreißigjährige Diplom-Sportlehrerin zunächst den je halbstündigen Anfänger- und im Anschluss den Fortgeschrittenenkurs. Maximal zwölf Teilnehmer zählt ein Kurs, Mindestalter ist drei Monate, abhängig vom Entwicklungsstand; die Kinder im zweiten Kurs sind acht bis zehn Monate alt.

"Wir führen die Babys ganz langsam an das Wasser heran", betont Laßhof. "Es ist schön, diese Anfänge mitzukriegen, die großen Augen, wenn sie zum ersten Mal ins Wasser gehen", schwärmt die zweifache Mutter. Für den Badeeinsatz gibt es sogar Einweg-Windeln zum Nasswerden im doppelten Sinne. Viele tragen trotzdem Badehöschen in den buntesten Farben.

Sachte gehen die Mütter mit ihren Babys im Arm ins Becken, das donnerstags 31,5 Grad warm ist. "Das ist sechs bis sieben Grad kälter als beim Baden zu Hause - die Atmung wird verstärkt und das Herz-Kreislauf-System angeregt", erklärt Laßhof. Spielerisch wird mit den Kleinen gearbeitet. Fest im speziellen Haltegriff der Mutter werden die Babys nach vorne und nach hinten, nach links und nach rechts gezogen und geschoben. Schon fangen sie an, mit den Beinen zu strampeln, wollen die Bewegungen ausgleichen. Das Wasser erleichtert es, das Köpfchen zu halten. Dennoch: "Die sind hinterher wirklich platt", weiß die Kursleiterin. "Die Babys kriegen ja gar nicht mit, wie viel sie arbeiten."

Auch die Mütter sind gefordert: "Die Babyhantel wird jeden Monat schwerer", scherzt Angelika Kreß. Ihrem fünf Monate alten Sean scheint der Kurs zu gefallen. Glückselig schaut er die Mutter auf Augenhöhe an, während sie ihn in Bauchlage durch das Wasser zieht. Der Blickkontakt ist wichtig für die Kinder, ebenso das Knuddeln und Loben zwischendurch und nach jeder Übung.

Skeptisch werden die Kinder, wenn es in die Rückenlage geht - statt der Mutter sehen sie die Decke. Doch einige spielen, als wären sie gar nicht im Wasser, fassen an ihre Füßchen, glucksen vor Freude. "Die Kinder werden nicht zu etwas gezwungen, was sie nicht möchten", sagt Laßhof mit Nachdruck. Die Mütter entscheiden, wann ihr Kind für eine Übung reif ist.

Muris ist müde. Das Hüpfen und durchs Wasser Gleiten hat dem mit vier Monaten Jüngsten der Gruppe Spaß gemacht, "aber das ist ja sehr anstrengend", meint Mutter Sandra Neunstöcklin. Sie schaukelt Muris, in Handtücher gewickelt, auf ihrem Schoß im Trockenen.

Die Donnerstagskurse bei Andrea Laßhof erfordern eine feste Anmeldung; die Gruppe bleibt für acht bis zehn Wochen unverändert. Mittwochs nachmittags bietet die SGW unter der Leitung von Daniela Hirsch einen weiteren Baby-Schwimmkurs an, der offen ist: Mit einer Achterkarte können die Teilnehmer flexibel einsteigen. "Die Lerngeschwindigkeit ist die gleiche", versichert Laßhof.


Tina Borusewitsch
16.9.2006

 

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