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Babyschwimmen in der Oranienburger Oberhavel-Klinik

Konkurrenz zu Berlin

Neuer Chefarzt setzt auf moderne Geburtshilfe / Ziel: 1000 Entbindungen

MATTHIAS GABRIEL
20.09.06 - 20.09.06

ORANIENBURG Berno Tanner spricht von "Porsche-Bett", "Gebärlandschaft" und Wassergeburt. Die Abgeordneten des Kreisgesundheitsausschusses staunen, womit die drei Kreißsäle der Oranienburger Oberhavel-Klinik aufwarten können. Während ihrer Ausschusssitzung am Mittwochabend in der Klinik hatte der neue Chefarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe die Chance genutzt, sein Reich vorzustellen.

Nicht ohne Grund. Tanner, der Anfang Juli die Aufgabe des langjährigen Chefarztes Heiko Semper übernommen hatte, will Oranienburg weiter zu einem modernen und leistungsfähigen Standort für die Geburtshilfe entwickeln. Denn obwohl die Oranienburger Klinik mittlerweile als einzige in der Region Schwangere entbindet, würden viele Frauen immer noch lieber nach Berlin gehen, weiß Tanner. "Wir wollen verlorene Marktanteile zurückgewinnen und in Konkurrenz mit den Berliner Kliniken treten", kündigte er an. Denn seitdem die Hennigsdorfer Entbindungsstation Anfang der 90er-Jahre geschlossen wurde, entscheiden sich viele Oberhaveler für die Hauptstadt. Und die Berliner, die in den Speckgürtel gezogen sind, blieben den Einrichtungen ihrer Stadt treu.

Gemessen an der Einwohnerzahl Oberhavels könnten in Oranienburg rund 1200 Babys im Jahr zur Welt gebracht werden. Im Jahr 2005 waren es 766 Geburten. Das sei zwar bereits eine "ordentliche Zahl" für ein Krankenhaus dieser Größe, aber noch steigerungsfähig, sagt Tanner. Perspektivisch rechnet er mit 1000 Kindern, die hier das Licht der Welt erblicken könnten. Abgesehen von weiteren technischen Verbesserungen wie einem neuen Kreißbett und Ultraschallgeräten sei die Voraussetzung dafür, das Oranienburger Haus bekannter zu machen.

"Wir können hier alles bieten", betont der in Rhinow bei Rathenow (Havelland) geborene Mediziner. Angefangen von den Infoabenden über Schwangerschaftsuntersuchungen und Hebammensprechstunden reiche das Angebot für werdene Eltern. Nach der Geburt könne die Mutter mit den Kleinen zum Babyschwimmen gehen. Eine extra geschulte Beraterin beantworte Fragen rund ums Stillen. "Viele Mütter trauen dieses Angebot dem Krankenhaus gar nicht zu", berichtet der 48-jährige Chefarzt von Gesprächen mit Schwangeren.

Dabei ist Oranienburg für seine Ideen in der Geburtenhilfe durchaus bekannt. Tanners Vorgänger Semper hatte 1987 das Rooming-In eingeführt. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit, dass das Baby bei der Mutter schläft.

 

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